Neuartiger Zahnersatz
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Damit sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können! Mit der Entwickling eines neuartigen Zahnersatzes wird das in naher Zukunft auch für Menschen mit künstlichen Zähnen möglich sein, auf Dauer und dennoch so natürlich, als wenn es die eigenen Zähne wären. Chemiker vom Otto-Schott-Institut für Glas-Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena ist es nun gelungen, neuartige Form der Glaskeramik herzustellen, die eine fünfmal höhere Festigkeit als bei vergleichbaren, heute verfügbaren Zahnersatzkeramiken erreicht. Neben der höheren Festigkeit ist es den Wissenschaftlern gelungen, das neuartige Material teilweise lichtdurchlässig zu machen. Dadurch werde ein natürlicheres Aussehen erreicht, da der Zahnschmelz ebenfalls zum Teil durchlässig ist und so das Gesamtbild stimmt.
Um diese Festigkeit und Natürlichkeit des Materials zu erreichen, wurde mit den Ausgangsstoffen und bei der Verarbeitung herumexperimentiert: Magnesium- Aluminium- und Siliziumoxid werden nunmehr kontrolliert erhitzt, wodurch eine nanokristalline Struktur entsteht. Zu Beginn werden die Ausgangsstoffe bei etwa 1500 Grad Celsius geschmolzen, wieder abgekühlt und fein zerkleinert. Ein weitere Schmelz- und Abkühlvorgang folgt, bevor die feinsten Stoffe erneut kontrolliert auf rund 1000 Grad Celsius erhitzt werden, wodurch abschließend Nanokristalle entstehen. Durch Kristallisierung werden die Stoffe lichtdurchlässig. Da diese am Ende aber nur eine durchschnittliche Größe von etwa 100 Nanometer (ein Millionstel Millimeter) haben, wird das Licht nicht mehr so stark gestreut und ist nur noch partiell lichtdurchlässig.
Bis ein Patient jedoch den neuen Glaskeramik-Zahn eingesetzt bekommt, werden wohl mindestens noch zwei Jahre vergehen. Noch haben sich die Jenaer Chemiker mit keiner Firma auf eine Herstellung geeinigt. Zudem bleibt noch die Frage nach der richtigen Färbung der Ersatzzähne zu klären, die für eine überzeugende Natürlichkeit nicht fehlen darf. Mit der neuen Festigkeit des Materials werden darüber hinaus weitere Forschungsfelder wie der Bereich Knochenersatz interessant.







